Der Wasser(fach)mann vom Mühlgraben

Der Mann hat nicht nur einen Plan, sondern eine ganze Tasche voll. Unermüdlich zieht Nico Grudzielski ein Papier nach dem anderen hervor, bis er den Stapel nicht mehr halten kann. Er schaut sich um und entdeckt ein paar Schritte weiter einen rostigen Wasserwagen mit praktischer Seitenkante. Die wird mitten in der prallen Sonne zum notdürftigen […]
Radsport in Erfurt: 20 Gänge für 15 Euro

Montagmorgen. Für die meisten Menschen der (unliebsame) Moment, wo Arbeit, Schule & Co. rufen. Für Nicole Zierrenner ist es der Moment, um sich zurückzulehnen und ein Buch zu lesen. Die junge Frau ist aber keinesfalls faul. Im Gegenteil! Gleich vier (!) Jobs meistert sie. Einer führt sie an Wochenenden oft auf die Radrennbahn in Erfurt. […]
„Die Allee im Wandel“

Einmal im Jahr, immer im Juni, treffen sich die Erfurter zum Magdeburger Alleefest und verwandeln die Straße bis zum Ilversgehofener Platz in ein Meer an Aktionen, Musik und Leckereien. In der Magdeburger Allee, dem ‚Besten im Norden‘ ist morgen viel geboten für Groß und Klein – wir haben uns vor dem Fest bei drei Akteuren umgehört…
„Drive in“ für Abfälle entsteht in Erfurt

Es gibt Orte in Erfurt, die über 280.000 Mal im Jahr besucht werden. Eine der vielen Sehenswürdigkeiten in der Landeshauptstadt? Ansichtssache. Wohl eher eine „Handlungswürdigkeit“. An diesen Orten geht es um Dinge, die beim Leben so anfallen oder besser gesagt abfallen: Abfall. Abfälle sind aber eine Quelle vieler wichtiger Stoffe, die wir wieder brauchen:
„Ich falle noch in meine Zielgruppe.“

Es ist richtiges Schmuddelwetter an diesem Dienstagfrüh. Das nasse Pflaster spiegelt sich in der Glasfassade des neuen Theaters im Brühl. Neonbeleuchtung erhellt den roten Linoleumboden vor dem Bühneneingang. Tontechniker, in schwarz gekleidet, tragen große Kisten durch die Gänge.
Recyclingschmuck aus Erfurt

Goldschmiede sind Recycling-Künstler. Entspricht der Schmuck nicht mehr dem Zeitgeschmack, wird das Edelmetall geschmolzen und neuer Schmuck draus gemacht. Das war schon immer so. Zu DDR-Zeiten wurden Hochzeitsringe aus Goldmangel oft aus Omas Ohrringen geschmiedet.Weiterlesen …
Diesen Recyclinggedanken ihres Goldschmiedehandwerkes hat die Erfurterin Franziska Kraft aufgenommen.
Die Verwandlung. Aus Bioabfall wird Strom und Kompost.

Es riecht nach Kuhstall. Nur ist keine Kuh ist zu sehen. Das Gebäude, aus dem der Geruch kommt, ist eine Halle mit großen Toren. So sieht kein Kuhstall aus. „In der Anlage sind ein paar Milliarden Mitarbeiter tätig.“ erklärt Stefan Thurau. Er ist verantwortlich für die vielen Kollegen. Es sind sehr kleine Mitarbeiter – Bakterien. Solche findet man auch im Kuhmagen – daher der ähnliche Geruch: ein methanhaltiges Aroma. Das Gas hat eine gute Eigenschaft: Es brennt. Eine Kuh produziert bis zu 300 Liter brennbares Methan. Damit könne man 24 Stunden lang einen Kühlschrank betreiben, betont Stefan Thurau. Die Anlage frisst aber kein Gras, sondern nimmt den Erfurter Bioabfall auf. Bis zu 23.000 Tonnen kommen im Jahr zusammen. „Bioabfall ist für uns ein Energieträger.“ sagt Stefan Thurau. Er muss es auch wissen. Schließlich hat er einen Master in Umweltingenieurswissenschaften von der Bauhausuniversität verliehen bekommen.
Meerjungfrauen in Erfurt

Meerjungfrauen küssen nicht nur besser. Ab sofort gleiten sie bei uns auch durchs Wasser: In der Roland Matthes Schwimmhalle kann, wer will, Undine sein. Ganz stilecht: mit Flosse und Meerjungfrauenkostüm. Stephan Ernst setzt sie alle perfekt in Szene, egal ob große oder kleine Meermaid.
Auf Entdeckertour in der Geraaue

Dunkle Wolken ziehen über Erfurt auf. Sie sind dunkler als die blauen Pfeiler der Pappelstiegbrücke. Auf der Brücke treffen sich die Teilnehmer der „Entdeckertour Geraaue“. Einige schauen skeptisch in den Himmel und merken dabei gar nicht, dass sie mitten im Weg stehen. Dafür werden sie von Radfahrern böse angeklingelt. Stephan Zänker, einer unserer Guides, bittet […]
Wenn der Thermografenmann klingelt…

Ist mein Haus noch dicht? Die Frage stellt sich in der kalten Jahreszeit. Schließlich will man nicht den Garten oder den Hof mitheizen. Mein Haus ist knapp 300 Jahre alt. Vor drei Jahren abrissreif, heute erstrahlt das Bauernhaus denkmalgerecht im neuen Glanz. Natürlich wurde auch an die Dämmung gedacht. Ein kalter Luftzug erinnert einen hin und wieder, da bahnt sich die Kälte doch noch einen Weg. Ein altes Haus bietet viele Wege.
