Mit EVAG-Socken zum Busführerschein

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Karriere

Normalerweise bringen Philipp, Tobias, Andre und Sven Erfurt auf Schienen in Bewegung. Jetzt drücken die vier Straßenbahnfahrer noch einmal die Schulbank – und steigen anschließend in den Fahrschulbus um. Ihr Ziel: der Führerschein der Klasse D.

Dienst-iPad statt Fahrerpult, Unterrichtsmaterial statt Fahrplan: Am ersten Ausbildungstag wartet auf die vier EVAG-Kollegen ein ungewohnter Arbeitsplatz. Die Motivation stimmt trotzdem. Einer der Fahrschüler ist sogar in EVAG-Socken zum Unterricht erschienen.

Mehr Identifikation mit dem eigenen Unternehmen geht kaum.

Philipp, Tobias, Andre und Sven machen den Busführerschein

Lernen für den echten Einsatz in Erfurt

Ein großer Vorteil der internen Ausbildung: Die Fahrstunden lassen sich direkt mit betrieblichem Wissen verbinden.

Neben dem sicheren Fahren lernen die Teilnehmer beispielsweise Strecken, Haltestellen und Besonderheiten des Erfurter Liniennetzes kennen. Linieneinweisungen, die früher nach dem extern erworbenen Führerschein zusätzlich nötig waren, können jetzt teilweise direkt in die Ausbildung integriert werden.

Verantwortlich für die Ausbildung sind die beiden Fahrlehrer Timo Krebs und Christian Jargosch. Beide unterrichten die theoretischen Grundlagen und begleiten die Fahrschüler bei der praktischen Ausbildung im Bus.

Dabei bringen beide ihre jeweiligen Erfahrungen und umfassenden Kenntnisse der betrieblichen Abläufe ein. Christian Jargosch gehört bereits seit vielen Jahren zur EVAG und kennt das Unternehmen, den Fahrbetrieb und die Anforderungen an das Fahrpersonal aus langjähriger Praxis. Timo Krebs ist seit zwei Jahren mit den Fahrzeugen, den betrieblichen Besonderheiten und den Bedürfnissen der Kollegen vertraut und hat sein Rüstzeug bei der Bundeswehr gelernt.

Als Fahrlehrerteam können Christian Jargosch und Timo Krebs gezielt auf die Vorkenntnisse der erfahrenen Straßenbahnfahrer eingehen und Theorie, Fahrpraxis sowie betriebliche Anforderungen eng miteinander verbinden. Gemeinsam machen sie die vier Fahrschüler in rund zwei Monaten fit für die Prüfung.

Nach 3 Monaten kann Andre dann den großen Bus fahren

Viele Knöpfe – nur an anderen Stellen

Am ersten Schultag war der praktische Teil natürlich besonders spannend. Große Fahrzeuge sind für die vier Kollegen nichts Neues. Trotzdem gab es im Bus einiges zu entdecken.

Wo öffnen sich die Türen? Wie wird die Klimaanlage eingestellt? Welcher Schalter aktiviert die Durchsage? Und was muss vor der Abfahrt kontrolliert werden?

Straßenbahn und Bus haben viele Knöpfe, Anzeigen und Assistenzsysteme – nur befinden sie sich nicht immer dort, wo die Fahrschüler sie erwarten.

Beruhigend für alle Beteiligten: Der Fahrschulbus verfügt über einen zusätzlichen Bremszugriff für den jeweils begleitenden Fahrlehrer.

Das zusätzliche Bremspedal beruhigt Fahrschüler und Fahrlehrer

Neue Technik, mehr Abwechslung, neue Perspektiven

Die vier Teilnehmer kamen einst als Quereinsteiger zur EVAG. Ihre beruflichen Hintergründe reichen vom Zerspanungsfacharbeiter bis zum Berufskraftfahrer. Heute steuern sie Straßenbahnen durch Erfurt, bald zusätzlich Linienbusse.

Die kleine zusätzliche Vergütung ist dabei nicht der wichtigste Antrieb. Vielmehr geht es ihnen um neue Technik, mehr Abwechslung und persönliche Weiterentwicklung. Für manchen wird mit dem Busführerschein sogar ein Kindheitswunsch wahr.

Philipp, der früher bereits als Berufskraftfahrer gearbeitet hat, freut sich besonders auf das Fahren:

„So einen richtigen Lenker wieder in der Hand zu haben, ist schon etwas anderes.“

Nach Theorieunterricht, Fahrstunden und der erfolgreichen Prüfung folgen weitere betriebliche Übungsfahrten. Danach dürfen Philipp, Tobias, André und Sven ihre Fahrgäste nicht mehr nur auf Schienen, sondern auch auf Erfurts Straßen ans Ziel bringen.

Und der Busführerschein muss noch lange nicht die letzte Station sein. Ob Rangierdienst, Dispatcher oder andere verantwortungsvolle Aufgaben: Bei der EVAG gibt es viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln.

Verkehrsregeln können kompliziert sein
natürlich darf die Theorie nicht fehlen

Ein Arbeitsplatz, der Erfurt bewegt

Wer gern fährt, moderne Technik mag und Freude am Umgang mit Menschen hat, findet bei der EVAG einen abwechslungsreichen und sicheren Arbeitsplatz.

Ob als Auszubildender, Quereinsteiger oder erfahrene Fachkraft: Wer bei der EVAG arbeitet, bringt nicht einfach nur Menschen von A nach B. Er sorgt jeden Tag dafür, dass Erfurt mobil bleibt.

Vielleicht sitzen beim nächsten ersten Schultag bereits die nächsten motivierten Kolleginnen und Kollegen im Unterricht – Dienst-iPad und EVAG-Socken inklusive.

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