Sieben Ziele, viel Geschichte und noch mehr Aussicht: Diese Tour führt zu Mauern, Mythen und echten Lieblingsorten.
Spot 1: Luisenpark
- Viel Platz, kein Stress, kein Gedränge
- Große Wiesen zum Liegen und Picknicken
- Kaum Verkehrslärm, fast schon ungewohnt ruhig
- Perfekte Mischung aus Sonne und Schatten
- Ideal für spontane romantische Abende
Es gibt zwei Arten von Abenden. Die, an denen man einfach nach Hause geht. Und die, an denen man sich denkt, komm wir jagen noch kurz die Sonne. Unser erster Stopp war der Luisenpark und ich sag’s direkt, schwer zu toppen. Wir sind auf die kleine Anhöhe gelaufen, haben Decke, Baguette, Aufstriche und Drinks ausgepackt und einfach zugeschaut wie die Stadt leiser wird. Unten alles sattgrün, oben dieser warme Abendhimmel. Genau der Moment wo man automatisch langsamer wird und einfach durchatmet.
Fazit: Easy erreichbar, entspannt und einfach schön. Der Luisenpark ist kein Geheimtipp mehr aber genau deshalb auch so gut.
Spot 2: Kommandantengarten auf dem Petersberg
- Versteckter ruhiger Geheimtipp
- Blick auf Festungsmauern und Erfurter Dom
- Liegebänke perfekt für Zwei
- Reichlich Schattenplätze
- Fast magisches Ambiente
Ich habe diesen Ort lange für mich behalten. Top Secret. Mein persönlicher Geheimtipp. Das Problem ist, er ist so gut, dass er irgendwie keiner mehr ist. Der Kommandantengarten versteckt sich etwas schüchtern hinter dem Tourismusgebäude auf dem Petersberg und wer nicht weiß, dass er da ist, läuft glatt dran vorbei. Wer ihn aber findet taucht in eine komplett andere Welt ab. Die Festungsmauern auf der einen Seite, der Erfurter Dom auf der anderen und dazwischen man selbst mit dem Getränk in der Hand. Die Liegebänke sind das Sahnehäubchen. Breit genug für zwei und perfekt ausgerichtet für den Blick über die Stadt. Man legt sich hin und schaut in den Abendhimmel.
Fazit: Romantisch, ein bisschen verwunschen und mit Panorama Bonus. Unbedingt hingehen, aber psst ja?
Spot 3: Brücke zur Bastion Martin
- Einzigartiges Feeling, Sundowner auf einer Brücke
- Spektakulärer Blick auf den Erfurter Dom
- Historischer Ort mit spannender Geschichte
- Kein Gedränge, freier Durchgang
- Spontan und ohne Vorbereitung erlebbar
Wer braucht schon Sitzplätze. Die Brücke zur Bastion Martin hat uns eines Besseren belehrt. Manchmal ist der beste Sundowner Spot keiner, auf dem man sitzt, sondern einer, auf dem man einfach steht. Getränk locker in der Hand, ans Geländer gelehnt und die Welt unter sich vorbeiziehen lassen. 108 Meter lang, 15 Meter über der Straße und dann dieser Blick auf den Erfurter Dom. Grandios. Irgendwie nochmal eine Spur besonderer, weil man eben auf einer Brücke steht und nicht auf einer Bank. Das hat einfach was. Wer einmal rübergegangen ist dreht einfach um und geht nochmal. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Fazit: Ungewöhnlich, historisch aufgeladen und mit Domblick deluxe. Für alle die ihren Sundowner lieber im Gehen genießen.
Spot 4: Ostterrasse auf dem Petersberg
- Sonne geht direkt an diesem Spot unter
- Getränkeversorgung direkt vor Ort
- Viel Platz, perfekt für Gruppen
- Verschiedene Sitzmöglichkeiten für jeden Typ
- Null Vorbereitung nötig
Wer braucht schon Sitzplätze. Die Brücke zur Bastion Martin hat uns eines Besseren belehrt. Manchmal ist der beste Sundowner Spot keiner, auf dem man sitzt, sondern einer, auf dem man einfach steht. Getränk locker in der Hand, ans Geländer gelehnt und die Welt unter sich vorbeiziehen lassen. 108 Meter lang, 15 Meter über der Straße und dann dieser Blick auf den Erfurter Dom. Grandios. Irgendwie nochmal eine Spur besonderer, weil man eben auf einer Brücke steht und nicht auf einer Bank. Das hat einfach was. Wer einmal rübergegangen ist dreht einfach um und geht nochmal. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Fazit: Ungewöhnlich, historisch aufgeladen und mit Domblick deluxe. Für alle die ihren Sundowner lieber im Gehen genießen.
Spot 5: Hinter der Krämerbrücke
- Zentralste Lage, kein Anfahrtsweg
- Gastronomie direkt nebenan am Wenigemarkt
- Stufen direkt an der Gera
- Einzigartiges historisches Flair
- Spontan und ohne Plan erlebbar
Ja, es ist voll. Ja, es ist touristisch. Und trotzdem hat es sich gelohnt. Trotz gut gefüllter Fläche findet man überraschend schnell seinen Platz, entweder auf den Beeten die zum gemütlichen Draufsetzen einladen oder direkt an den Stufen die zur Gera runterführen. Füße baumeln lassen, Wasser plätschert, Sonne geht unter. Schwer, sich da zu beschweren. Wir haben uns am Wenigemarkt einen Drink geholt und es uns einfach gemütlich gemacht. So einfach kann Feierabend sein. Ein Ort, der seit Jahrhunderten Menschen anzieht hat eben seinen Grund.
Fazit: Nicht der geheimste Tipp aber einer der charmantesten. Mitten im Herzen Erfurts.
Spot 6: Klein Venedig
- Ruhig, grün und fast schon idyllisch
- Direkt am Wasser sitzen möglich
- Große Wiese für Decke und Picknick
- Fußläufig von der Krämerbrücke erreichbar
- Echtes Urlaubsfeeling mitten in der Stadt
Einfach an der Krämerbrücke weiterlaufen, ein paar Meter die Gera entlang, durch ein paar süße kleine Gassen und plötzlich ist man da. Klein Venedig. Und ja, der Name hält was er verspricht. Schon der Weg dorthin ist das halbe Erlebnis. Alles grün, Bäume wie im Urwald, die Gera plätschert neben einem und irgendwann stellt sich dieses Gefühl ein, ich bin im Urlaub. Mitten in Thüringen, an einem ganz normalen Abend. Wir haben uns an der Brücke direkt am Wasser niedergelassen und einfach zugeschaut, wie die Sonne untergeht. Kein großes Programm, kein Plan. Nur Wasser, Abendlicht und diese angenehme Stille, die man in der Stadt sonst so schwer findet. Einzige Hausaufgabe: Drink vorher einpacken nicht vergessen.
Fazit: Dolce Vita ohne Mittelmeer-Ticket. Einfach der Gera folgen, ankommen und loslassen.
Spot 7: Dreibrunnenbad im Luisenpark



- Abkühlung im Wasser direkt vor dem Sundowner
- Lounge-Bereiche auf Palettenmöbeln und Liegestühlen
- Gastronomie direkt im Bad
- Frisch renoviert, top Zustand
- Komplettpaket aus schwimmen, essen, trinken und entspannen
Wir haben die Messlatte mal eben etwas höhergelegt. Denn während andere ihren Feierabend ganz normal mit einem Drink beginnen, haben Laura und ich beschlossen vorher noch kurz ins Wasser zu springen. Weil wir können. Und weil das frisch renovierte Dreibrunnenbad im Luisenpark genau dafür gemacht zu sein scheint. Badehose einpacken, kurz vor Feierabend noch einen Sprung ins kühle Nass und dann nass und glücklich in einen der bequemen Liegestühle fallen lassen. Keine Reue. Die Lounge-Bereiche auf Palettenmöbeln sind richtig schön gestaltet, die Atmosphäre liegt irgendwo zwischen Stadtbad und kleinem Urlaubsresort. Und dann hat uns die Gastronomie direkt im Bad noch Gulasch-Nudeln gezaubert. Gulasch-Nudeln, im Sonnenuntergang, mit einem Drink in der Hand. Ich sage es wie es ist: Besser geht es kaum.
Fazit: Baden, essen, trinken und Sonne genießen, alles an einem Ort und alles ohne großen Aufwand. Der einzige Spot auf dieser Liste, bei dem die Badehose Pflichtprogramm ist.
Spot 8: Stadtblick am Tannenwäldchen
Wir haben uns das Beste bis zum Schluss aufgehoben. Eine kleine Autofahrt oder eine entspannte Bike Tour und plötzlich steht man da und schaut auf alles. Ganz Erfurt, auf einmal, von oben. Wahnsinn ist das richtige Wort und Laura und ich haben es beide gleichzeitig gedacht als wir ankamen. Diese Aussicht ist keine von denen die man einmal kurz fotografiert und wieder vergisst. Die bleibt. Die Sonne, die sich hier langsam hinter den Dächern Erfurts verabschiedet, hat etwas geradezu Filmreifes. Ein paar Bänke gibt es, aber ehrlich gesagt wollte keiner von uns sitzen. Man stellt sich einfach hin, lehnt sich vor und lässt den Blick über die Stadt wandern. Stehend. Stumm. Beeindruckt.
Fazit: Wer einmal das große Panorama will, nicht einen Ausschnitt sondern Erfurt komplett, der kommt hierher. Der einzige Spot mit Anfahrtsweg auf dieser Liste. Und der einzige bei dem sich das so absolut selbstverständlich lohnt.
- Panoramablick über ganz Erfurt
- Filmreifer Sonnenuntergang garantiert
- Ruhig und weitläufig
- Unvergessliches Erlebnis
- Perfekt für besondere Abende
Erfurt, du hast uns wieder mal umgehauen.
Acht Spots, eine Stadt, zwei Menschen mit einem gesunden Drang, den Feierabend in vollen Zügen zu genießen. Was uns diese kleine Tour gezeigt hat: Man muss nicht weit reisen, um das Gefühl von Urlaub zu bekommen. Manchmal reicht ein Getränk, die richtige Aussicht und jemand, mit dem man die Sonne untergehen sehen kann.
Laura und Christian, abgehakt.

