Ab ins Naturkundemuseum Erfurt



Ein Besuch im Erfurter Naturkundemuseum lohnt sich immer – erst recht, wenn der Sommer eine Pause einlegt. Mitten in der Stadt öffnet sich hier eine Welt, die erstaunlich nah ist: Thüringens Tiere, Pflanzen, Gesteine und Lebensräume. Seit fast 100 Jahren sammelt, bewahrt und erforscht das Museum die Vielfalt des Freistaats.
Schon beim Rundgang wird klar, dass dieses Museum mehr ist als ein Ort mit Vitrinen. Eine 350 Jahre alte Stieleiche wächst sinnbildlich durch vier Etagen und verbindet die Ausstellungsbereiche miteinander. Sie steht für das Leben, um das sich hier alles dreht. Besonders eindrucksvoll ist auch die „Arche Noah“ im Keller des Museums. In einem begehbaren Schiffskörper zeigt sie die Vielfalt der Tierwelt und macht zugleich deutlich, wie wichtig der Schutz von Arten und Lebensräumen ist.
Weiteres Highlight: Die Insektensammlung mit rund einer Million Tieren. Passend dazu ist in den Sommerferien die Sonderausstellung „Insekten. Wunderwerke der Evolution“ zu sehen. Sie zeigt, wie vielfältig, raffiniert und erstaunlich diese kleinen Tiere sind.
Familien können ihren Besuch zusätzlich mit einem Schlaumeierquiz oder einer Museumsrallye aktiver gestalten. So wird aus einem verregneten Ferientag schnell ein Ausflug, bei dem man drinnen viel draußen entdecken kann.
Geöffnet: Dienstag – Sonntag von 10.00 -18.00 Uhr
Vom Paradies ins Einkaufsregal im Deutschen Gartenbaumuseum
Im egapark-Eintritt enthalten!!




Museum ist langweilig? Überhaupt nicht und wer die mehrfach prämierte Erlebnisausstellung im Deutschen Gartenbaumuseum erkundet hat, wird das bestätigen. Schon das Museum in der ehemaligen Cyriaksburg ist besonders: große Tore, dicke Mauern, ein Festungsgraben und ein geheimnisvoller Keller mit einem tiefen Brunnen.
Eine Wand voll mit Gemüse: Tomaten, Gurken, Paprika, Artischocken, Knoblauch oder Auberginen und dazu noch eine große Auswahl an Obst. Der Rundgang im Deutschen Gartenbaumuseum startet bunt, vitaminreich und wissenswert. Warum müssen Gurken gerade sein? Wie große ist das größte Samenkorn und wie klein das kleinste? Wie funktioniert die Kreuzung von Pflanzen? Vieles davon kann man selbst ausprobieren, mit dem Tablet oder der App erkunden.
Die Ausstellung zeigt, was Gartenbau in unserem Leben in puncto Ernährung, Medizin und Klimaschutz bewegt und führt von blühenden Fantasien über bodenständige Gartenarbeit bis ins All. Das wird nicht nur für die Großen detailliert dargestellt, sonden an Mitmachstationen auch spannend für die kleinen Besucher präsentiert. Kleine und große Geheimnisse der Garten- und Pflanzenwelt, nachhaltige Anbaumethoden und visionäre Ideen für den Gartenbau der Zukunft finden auf den insgesamt 1.000 Quadratmetern Platz. Auf dem Rundgang lernt man Protagonisten kennen, die für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Gartenbaus in Erfurt stehen und über ihre Verbindung zum Gartenbau erzählen.
Die Dauerausstellung „Garten! Vom Paradies ins Regal“ wurde mit dem renommierten Red Dot Award 2022 ausgezeichnet. Der Preis zählt zu den größten Designwettbewerben weltweit, erhielt 2023 den German Design Award Special in der Kategorie Messe und Ausstellung sowie 2024 den iF Design Award 2024 im Bereich Innenarchitektur und der Kategorie Kulturausstellungen.
Geöffnet:
Dienstag – Sonntag | Feiertag 10.00 – 17.00 Uhr
Letzter Einlass ist 30 Minuten vor Schließung des Museums.
Im egapark-Eintritt enthalten.
Danakil im egapark: Wüstenentdeckungen und Urwalderlebnisse unter einem Dach
Das Danakil Wüsten- und Urwaldhaus ist ganzjährig ein Anziehungspunkt im egapark. Ein Besuch lohnt sich nicht nur wegen der verschiedenen Themenführungen, mit denen die Besucher im Haus mit der App auf die Suche nach dem lebensnotwendigen Wasser gehen können. Eine Tour durch das Haus macht nicht nur an Regentagen Spaß.
Der Klang des Wüstenwindes empfängt die Besucher im Wadi des Danakil. Am Ende des halbdunklen Tunnels treten sie ein in eine Welt aus Sand und Licht mit vielen Pflanzen der Wüstenregionen. Auf dem Rundweg begegnet man im Wüstenhaus den Sonnenflüchtern, den Schattenmachern oder den Verdunstungsgegnern. Unterwegs trifft der Wanderer auf eine Oase. Das sind fruchtbare Plätze, Inseln im Sandmeer und oft die letzte Rettung auf einer Reise durch die Dürre. Hier leben die Nässenutzer. Das ist ein Ort, an dem auch die Besucher eine Pause einlegen und Geschichten lauschen können.
In Terrarien sind u. a. emsige Wüstenameisen, geheimnisvolle Skorpione oder putzige Rennmäuse zu entdecken. Die urtümliche Zapfenechse erinnert an einen Minidinosaurier. Skorpione, Zwergmangusten, Wasserreservoirfrösche und Wildmeerschweinchen komplettieren die Fauna im Wüstenhaus. Auf dem Weg ins Urwaldhaus durchschreitet man das Tal der Schmetterlinge. Hier haben auch Wasserschildkröten ihr Zuhause. Bemerkenswerte kleine Tiere sorgen für eine Aha-Effekt: Blattschneideameisen züchten Pilze, um von deren eigens produzierten Eiweißkörpern ihre Brut und die Königin zu ernähren. Im anschließenden Urwaldhaus lebt das fotogene Chamäleon zusammen mit verschiedenen Vogelarten, die man beim Scharren und Picken hautnah beobachten kann.



Durch einen Metallvorhang geht es direkt in den Urwald. Wo in der Natur kann man so schnell von einer in die andere Klimazone gelangen? Hier leben die Gipfelstürmer, die Flutenverteiler oder die Schichtarbeiter, allesamt florale Bewohner des Urwaldes und benannt nach ihren Strategien. In der Grünen Hölle bilden Pflanzen und Tiere unglaubliche Gemeinschaften, aber auch der Konkurrenzkampf hat ausgeklügelte Strategien hervorgebracht. In einem anderen Gehege leben 24 Zwerggleitbeutler. Sie gelten als das kleinste gleitfähige Beuteltier und können mit ihrer Membran zwischen den Extremitäten bis zu 20 Meter im Gleitflug zurücklegen. Eine Gruppe Brillenblattnasen schwärmt abends im Urwaldhaus aus. Die dämmerungs- und nachtaktiven Leichtgewichte sind tagsüber in der Fledermaushöhle zu sehen. Im gedämpften Rotlicht können die Besucher beobachten, wie die Kleinsäuger kopfüber „abhängen“ oder sich dem Futter widmen.
Geöffnet:
Während der Parköffnungszeiten, Haupt- und Nebensaison: Dienstag bis Sonntag von 9:00 – 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:15 Uhr)
Wintersaison: Dienstag – Freitag 10:00 bis 16:00 Uhr (letzter Einlass 15:15 Uhr)
Das Kinder- und Jugendzimmer der Stadt
Egal ob bei Regen oder Sonnenschein, die Kinder- und Jugendbibliothek in der Marktstraße 21 ist die Top-Adresse für alle Kinder, Jugendlichen und Familien in Erfurt. Hinter der historischen Fassade des Hauses liegen drei moderne, farbenfrohe und weiträumige Etagen, ideal zum Stöbern, Lesen, Verweilen, Konstruieren und Zocken. Wer auf der Suche nach Abenteuern, lustigen Geschichten, spannenden Sachbüchern oder neuen Spielen ist, wird bei fast 42.000 Medien definitiv fündig! Im umfangreichen Bestand der Kinder- und Jugendbibliothek kann man Bilderbücher, Kinderromane, Bücher für Erstleser oder Sachliteratur für Schule, Freizeit und Hobby ausleihen. Außerdem gibt es Jugendbücher, Zeitschriften, Comics, Mangas und Graphic Novels sowie Filme, CDs und Tonies. Ein Regentag vergeht wie im Flug beim Lesen, Experimentieren in der TechnoTHEK, Konstruieren mit KAPLA-Bausteinen oder Spielen von Brett- und Konsolenspielen.




Geöffnet:
Montag – Freitag von 10.00 – 18.00 Uhr
Samstag von 10.00 – 13.00 Uhr
