Fluchthelfer gesucht: Eine Liebe ohne Grenzen

3 Gedanken zu „Fluchthelfer gesucht: Eine Liebe ohne Grenzen“

  1. Warum eigentlich dieser ganze Hype um diese EINE O-W-O – Migration? Gab es Tausende, Millionen Geschichten von! Logik dieser Aktion 1989 erschließt sich nur bedingt:
    – gewagte naive Tour über die SU, dann wieder nicht, dann Österreich etc. Schlaffe 3 Monate später war die Grenze offen für ALLE und JEDER konnte fröhlich in den Westen spazieren. Das ganze damalige Manöver war also die Sinnlosigkei Nr.1!
    – Und wo ist dieses Heldenpärchen jetzt gelandet, finally? Ach, in Erfurt! Genau da also wo sie mit großem Tamtam damals aufgebrochen sind. Haben sich quasi per Saldo NULL bewegt! Sinnlosigkeit Nr. 2
    Nee, Freunde da gibt es authentische Geschichten und Menschen, die nach der Wende wirklich ihre Träume umgesetzt haben. Und auf all‘ die anderen, denen das Glück die letzten 30 Jahre nicht so hold war, sollte man auch nicht herabblicken. Gerade in Thüringen nicht!
    Aber nichts für ungut. Freies Land! Jeder kann mittlerweile seine (Lebens)Geschichten veralbern, wenn sie geneigte Leser finden. Aus oben Gesagtem gehöre ich definitiv nicht dazu!

    1. Ja, es gibt viele, viele ähnlicher Geschichten und Erlebnisse von Menschen, die es in der ehemaligen DDR nicht mehr ausgehalten haben. Der Umstand, dass nur 3-4 Monate später der Zaun aufgehen würde, wer hat dies vorausgesehen?! Noch Anfang November 1989 sah es nicht danach aus, das es jemals gelingen würde, diesen Zaun und Mauer zu beseitigen.

      Die Streitkräfte waren verhalten, aber die Stasi war es nicht. Die Stasi lenkte noch lange nach Grenzöffnung bis hin in den Einigungsvertag hinein. Die Stasi Leuten trugen Waffen, bei jeder Demo an jeden Ort.

      Was wäre gewesen, wenn da einer abgedrückt hätte??? Ich sah derartige Bilder im Oktober und November 1989 geistig vor mir.

      Ich persönliche denke, dass sich die beiden einfach nur freuen, dass ihre Flucht doch noch geklappt hat. Planen konnte man so viel man wollte. Das Thema der eigenen Flucht war immer mit dem Gedanken an Bautzen, Tod, sowie ewiger Trennung verbunden.

      Meine selbst gewählte Flucht am 18.06.1988 über die innerdeutsche Grenze, 3 Kilometer von meinen damaligen Wohnort entfernt hat mich gelehrt zu respektieren, dass noch so jede „kleine“ Geschichte und Lebensereignisse um das Thema würdig sind wach gehalten und erzählt zu werden und das gerade in diesen Zeiten.

      Und ja, mit sehr großen Bedauern habe auch ich nur in meine Heimat nach Thüringen blicken können und gesehen wie es meinen Landsleuten erging. Einigungsvertrag, Treuhand und Co haben sehr viele meiner Landsleute zugesetzt und machtlos musste auch ich zusehen, wie ganze Familien und Existenzen über Nacht zerstört worden sind.

      Lange 31 Jahre aus der Ferne bis ich selbst den Entschluss gefasst habe, wieder Thüringer zu werden und lebe seit 2019 wieder in dem Ort in dem ich aufgewachsen bin.

      Diesen Kommentar schreibe ich freiwillig, weil ich Anteil nehme und selbst erzählen möchte auch um wachzuhalten, was einst geschah.

      Der Kommentar über meinen vom 10. November 2019. Warum schreiben Sie nicht was Sie selbst erlebt und bewegt um das Thema, dass es eben nicht nur Gewinner gab?

      Herabblicken wird von uns ehemaligen Republikflüchtigen wohl niemand. Stolz bin ich und das bringe ich auch überall so an, was die Menschen in den neuen Bundesländern geschafft haben. Stolz bin ich, dass ich wieder in Thüringen leben kann und Stolz bin ich, dass ich sagen, schreiben und denken kann was, wann und wo ich will.

      Anbei ein kleiner Einblick in meine Fluchtgeschichte.
      https://www.mdr.de/tv/programm/sendung900436_ipgctx-false_zc-b528bc81.html

      Herzliche Grüße Jörg

      PS. HR Fernsehen vom 07.11.2019
      Sobald das Thema Covid hinter uns liegt wünsche ich mir, dass es mit einen großen Picknick klappen wird..

Schreibe eine Antwort zu Anonymous Antwort abbrechen