Weggeworfene Akkus verursachen Brände

Bereits zweimal im Mai mussten Besatzungen der SWE Stadtwirtschaft ihr Entsorgungsfahrzeug außerplanmäßig und schnell leeren. Der Grund: Der Abfall fing an zu brennen. Ursache für diesen und andere Brände sind falsch entsorgte Lithium-Akkus. Denn Lithium ist ein Metall, das sehr leicht brennen kann. Deshalb dürfen Akkus auch nicht in die Mülltonne. Wenn Akkus im Entsorgungswagen gepresst werden, können sie sich entzünden.
Erfurt: Biotonnenduscherin für einen Tag

Vor Beginn meines Praktikums bei den Stadtwerken habe ich noch nie davon gehört und wusste auch nicht, dass so etwas überhaupt gemacht wird: die Biotonnendusche. Sie wird jährlich in Erfurt durchgeführt und dabei werden circa 20.000 Tonnen gewaschen. Klar, dass ich es mir daher nicht entgehen ließ, einen ganzen Tag als Biotonnenduscherin bei der Stadtwirtschaft mitzuarbeiten – natürlich begleitet von einer Kamera.
Die Verwandlung. Aus Bioabfall wird Strom und Kompost.

Es riecht nach Kuhstall. Nur ist keine Kuh ist zu sehen. Das Gebäude, aus dem der Geruch kommt, ist eine Halle mit großen Toren. So sieht kein Kuhstall aus. „In der Anlage sind ein paar Milliarden Mitarbeiter tätig.“ erklärt Stefan Thurau. Er ist verantwortlich für die vielen Kollegen. Es sind sehr kleine Mitarbeiter – Bakterien. Solche findet man auch im Kuhmagen – daher der ähnliche Geruch: ein methanhaltiges Aroma. Das Gas hat eine gute Eigenschaft: Es brennt. Eine Kuh produziert bis zu 300 Liter brennbares Methan. Damit könne man 24 Stunden lang einen Kühlschrank betreiben, betont Stefan Thurau. Die Anlage frisst aber kein Gras, sondern nimmt den Erfurter Bioabfall auf. Bis zu 23.000 Tonnen kommen im Jahr zusammen. „Bioabfall ist für uns ein Energieträger.“ sagt Stefan Thurau. Er muss es auch wissen. Schließlich hat er einen Master in Umweltingenieurswissenschaften von der Bauhausuniversität verliehen bekommen.
