Recyclingschmuck aus Erfurt

Goldschmiede sind Recycling-Künstler. Entspricht der Schmuck nicht mehr dem Zeitgeschmack, wird das Edelmetall geschmolzen und neuer Schmuck draus gemacht. Das war schon immer so. Zu DDR-Zeiten wurden Hochzeitsringe aus Goldmangel oft aus Omas Ohrringen geschmiedet.Weiterlesen …
Diesen Recyclinggedanken ihres Goldschmiedehandwerkes hat die Erfurterin Franziska Kraft aufgenommen.
Die Verwandlung. Aus Bioabfall wird Strom und Kompost.

Es riecht nach Kuhstall. Nur ist keine Kuh ist zu sehen. Das Gebäude, aus dem der Geruch kommt, ist eine Halle mit großen Toren. So sieht kein Kuhstall aus. „In der Anlage sind ein paar Milliarden Mitarbeiter tätig.“ erklärt Stefan Thurau. Er ist verantwortlich für die vielen Kollegen. Es sind sehr kleine Mitarbeiter – Bakterien. Solche findet man auch im Kuhmagen – daher der ähnliche Geruch: ein methanhaltiges Aroma. Das Gas hat eine gute Eigenschaft: Es brennt. Eine Kuh produziert bis zu 300 Liter brennbares Methan. Damit könne man 24 Stunden lang einen Kühlschrank betreiben, betont Stefan Thurau. Die Anlage frisst aber kein Gras, sondern nimmt den Erfurter Bioabfall auf. Bis zu 23.000 Tonnen kommen im Jahr zusammen. „Bioabfall ist für uns ein Energieträger.“ sagt Stefan Thurau. Er muss es auch wissen. Schließlich hat er einen Master in Umweltingenieurswissenschaften von der Bauhausuniversität verliehen bekommen.
Die etwas andere Sicht auf die Plastiktüte

Kaufen, kaufen, kaufen – ständig wird uns erklärt, was wir brauchen, um wirklich und vollkommen zufrieden zu sein. Überall Werbebotschaften: nicht nur im Fernsehen und Radio. Auch im Social Web, das immer genau zu wissen scheint, wonach uns gerade dürstet. Dabei braucht man in Zeiten von Konsum und Kommerz doch so wenig, um wirklich glücklich […]
