Die Verwandlung. Aus Bioabfall wird Strom und Kompost.

Es riecht nach Kuhstall. Nur ist keine Kuh ist zu sehen. Das Gebäude, aus dem der Geruch kommt, ist eine Halle mit großen Toren. So sieht kein Kuhstall aus. „In der Anlage sind ein paar Milliarden Mitarbeiter tätig.“ erklärt Stefan Thurau. Er ist verantwortlich für die vielen Kollegen. Es sind sehr kleine Mitarbeiter – Bakterien. Solche findet man auch im Kuhmagen – daher der ähnliche Geruch: ein methanhaltiges Aroma. Das Gas hat eine gute Eigenschaft: Es brennt. Eine Kuh produziert bis zu 300 Liter brennbares Methan. Damit könne man 24 Stunden lang einen Kühlschrank betreiben, betont Stefan Thurau. Die Anlage frisst aber kein Gras, sondern nimmt den Erfurter Bioabfall auf. Bis zu 23.000 Tonnen kommen im Jahr zusammen. „Bioabfall ist für uns ein Energieträger.“ sagt Stefan Thurau. Er muss es auch wissen. Schließlich hat er einen Master in Umweltingenieurswissenschaften von der Bauhausuniversität verliehen bekommen.