Danakil: Hier gibt es Zimmerpflanzen im Großformat

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JOURNAL Herbst/Winter 2025,Teaser

Grünpflanzen gehören für die meisten einfach zum Wohnglück und Wohlfühlen dazu. Ganz nebenbei verbessern die „Grünen“ noch die Luftqualität. Üppig wucherndes, gesundes Grün ist der Traum jedes Pflanzenliebhabers. Bis dahin, ist es ein weiter Weg der Kenntnis und Erkenntnis. Markus Lehmann ist Gärtner im egapark und Meisterbereichsleiter für das Danakil Wüstenund Urwaldhaus – der Pflanzenfachmann für tropische Gewächse. Und darum handelt es sich bei den meisten Zimmerpflanzen. In den Tropen gedeihen sie in vielfacher Größe, blühen üppig und tragen Früchte. Warum gelingt das zu Hause so nicht?

Bananenstauden sind hier mehrere Meter hoch, Kakao- und Vanillepflanzen tragen Früchte, die von der Fensterbank bekannte Aralie wächst bis unters Hallendach. Beim Durchstreifen des Urwaldhauses fühlt man sich wie in einem richtigen tropischen Wald. Den kennt und liebt Markus Lehmann in natura von seinen Urlaubstouren. „Im Danakil gleichen die Bedingungen denen im Regenwald, die Pflanzen haben Platz, sich auszubreiten. Nahezu 100 Prozent Luftfeuchtigkeit, leichten Sprühnebel und auch im Winter zweistellige Temperaturen bei minimal 12 Grad Celsius in der Wüste und 20 Grad im Urwaldhaus – hier finden die tropischen Pflanzen ideale Voraussetzungen“, erklärt der Fachmann. Was kann man zu Hause tun, damit sich die tropischen Mitbewohner wohl fühlen und welche Arten sind auch für Anfänger geeignet? Wir haben uns mit Markus Lehmann im Danakil umgeschaut.

Die Geduldige

Calathea aus dem Regenwald Brasiliens sind in vielen Grüntönen und mit auffälliger Musterung eine Zierde für jedes Zimmer. Die Blüte ist unscheinbar. 10 bis 12 Arten wachsen im Danakil. Sie sind anspruchslos und ihre Pflege ist einfach: immer feucht halten, nie austrocknen lassen, einen Platz in Fensternähe,
keine direkte Sonne, so der Fachmann.

Die Auffällige

Riesige dunkelgrüne Blätter mit mehr als einem Meter Länge kennzeichnen das Einblatt Spathiphyllum, am Boden des Urwaldhauses. Für die gefiederten Bewohner des Danakil wie die Straußwachteln und Pfaufasane sind die Pflanzen ein exzellentes Versteck. Die Gattung Spathiphyllum umfasst rund 50 Arten. Beheimatet sind sie in den Regenwäldern der Tropen und Subtropen Mittelamerikas und auf pazifischen Inseln. Die Auswahl an Blattformen ist riesig. Die attraktive Blattpflanze blüht regelmäßig. Sie nimmt es nicht übel, wenn man das Gießen einmal vergisst. Für Innenräume ist die Pflanze ein wahrer Luftreiniger.

Die Anspruchslose

Ein halbes Jahr nicht gegossen? Der Platz sehr sonnig? Kein Problem für die Sansevieria. Sie verträgt so ziemlich alle Standorte, außer wenn die Temperaturen dauerhaft deutlich unter 12 Grad Celsius fallen. Sie ist die Anfängerpflanze, braucht am wenigsten Pflege. „Einmal im Monat gießen, im Winter gar nicht“, so Markus Lehmann und ergänzt, „nur beim Substrat ist der Bogenhanf anspruchsvoller, er wünscht sich sehr durchlässiges Substrat, z. B. Kakteenerde, keinen Humus oder Kompost.“ Sansevierien gibt es in vielen Arten und Sorten. Im Wüstenhaus des Danakil wächst eine Varietät mit rundem Blatt, das spitz endet. Häufig sind Sorten mit Grau-Grün-Nuancen quer gebändert, sehr populär die mit gelblichem Rand. Nur bei Pflegefehlern haben Schädlinge eine Chance.

Die Elegante

Acht Meter misst der Ficus benjamina bei den Schmetterlingen im Danakil. Die elegante vielblättrige Pflanze aus den subtropischen und tropischen Regionen Ostasiens, Ozeaniens und Australiens wächst in vielen Büros und Haushalten, gilt als unverwüstlich. Neben Sorten mit unterschiedlichen Blattgrößen und -formen findet man auch eine Vielzahl an buntblättrigen Zierformen mit weiß-grünem oder gelb-grünem Laub. Die Blätter sind je nach Sorte marmoriert, geadert oder gerandet. Der landläufig als Birkenfeige bezeichnete Gummibaum kann sowohl Nässe als auch Trockenheit ab. Er verträgt starken Rückschnitt, im Danakil kommt die Schere relativ oft zum Einsatz, erklärt Markus Lehmann.

Die Besondere

Die Fischschwanzpalme (Caryota mitis) trägt ihren Namen zu Recht: Ihre markanten Blätter ähneln tatsächlich den Flossen von Fischen. Beheimatet ist sie in den tropischen Regionen Südostasiens. Ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung ist optimal. Sie gedeiht zwar auch im Halbschatten, entwickelt sich hier aber nicht ganz so prächtig. Die Luftfeuchtigkeit sollte einigermäßen hoch sein, die Raumtemperatur ganzjährig warm und auch im Winter nicht unter 18 Grad Celsius.

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