Eins ist klar: Das Corona-Virus hat unseren Alltag mächtig auf den Kopf gestellt. Das ging mir nicht anders. Eigentlich wollte ich mein Praktikum bei den Stadtwerken Erfurt schon im April starten. Ich war froh, einen Platz in der Unternehmenskommunikation ergattert zu haben. Aber dann kam alles ganz anders. Alle Kollegen waren im Homeoffice. „Was jetzt?“, fragte ich mich.

Tja, Pustekuchen! Corona hatte zu dieser Zeit die Spitze des Eisberges erreicht. Ende März bekam ich den Anruf, dass mein Praktikumsstart aufgrund der aktuellen Lage verschoben werden muss. Außerdem befanden sich zu dieser Zeit fast alle Mitarbeiter der Abteilung im Home-Office, was die Einarbeitung einer Praktikantin schlichtweg unmöglich machte. Natürlich war ich betrübt, dass der Praktikumsbeginn verschoben wurde, aber ein weltweit verbreitetes Virus hat uns eben fest im Griff. Als neuen Eintrittstermin steuerten wir nun Mitte Mai an.

Aber dann ging doch alles schneller als gedacht. Die lieben Kollegen der Unternehmenskommunikation fanden intern eine Regelung: Anke rief mich an und sagte: „Wir spielen einfach ‚Bäumchen wechsle dich‘ mit dir.“ Per Videokonferenz klärten die Kollegen, dass jeden Tag ein anderer Mitarbeiter im Büro sein wird, um mich einzuarbeiten und mir alles zu erklären. Super Idee, oder? Somit startete mein Praktikum am 4. Mai, also einen Monat später als geplant.

An meinem ersten Tag wurde ich offen und freundlich von Christine, sie macht die Pressearbeit für egapark und BUGA 2021, in Empfang genommen. Wenig später waren wir bereits in der morgendlichen Videokonferenz eingewählt, in welcher aktuelle Aufgaben und Terminplanungen abgesprochen und koordiniert werden. Anschließend bekam ich eine kurze Einweisung in meine von nun an tägliche Aufgabe: den Pressespiegel zu erstellen. Hierzu werden aktuelle Nachrichten rund um die Stadtwerke aus verschiedenen Informationsquellen gesammelt. Da ein langes Wochenende aufzubereiten war, beanspruchte der Pressespiegel an diesem Tag besonders viel Zeit. Inzwischen ist es schon zu einer Routine geworden, dass ich früh die Nachrichten durchschaue, um den Pressespiegel zusammenzustellen.

Am zweiten Praktikumstag kam Ivo aus seinem Home-Office wieder, er kümmert sich um den Umweltbereich und die Energie, und nahm mich mit zu einigen Außenterminen. Auf dem Plan standen zwei Interviews, die anschließend auf der zentralen Facebook-Seite der Stadtwerke veröffentlicht wurden.

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Wir haben Thomas Schäfer vom „Andreas Kavalier“ interviewt.

Hierzu besuchten wir die urige Kneipe „Andreas Kavalier“ sowie den Verein KulturQuartier Erfurt e. V.. Der von den Stadtwerken ins Leben gerufene Hashtag #swelokal stellt verschiedene Erfurter Unternehmen und Initiativen vor und unterstützt diese während der Corona-Krise mit einer medialen Präsenz auf der Facebook-Seite der Stadtwerke.

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Das ehemalige Schauspielhaus ist heute Sitz des KulturQuartier Erfurt e. V.

Danach ging es weiter zum Tierheim hinter der Rennbahn. Hier werden ausschließlich Kleintiere und Katzen aufgenommen und vermittelt. Vor Ort stellte uns eine Mitarbeiterin des Tierheims die schüchterne Katzendame „Blume“ vor. Das Tier wurde wenige Tage zuvor in der Nähe des Schlehdornwegs gefunden. Blume ist noch recht jung und wohl erst 1 Jahr. Nachdem wir von ihr ein kurzes Video abgefilmt und einige Streicheleinheiten verteilt hatten, fuhren wir zurück ins Büro. Zum Abschluss des Tages bekam ich von Ivo noch einen kleinen Crashkurs im Schneiden von Videos.

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Das ist Blume, sie ist sehr schüchtern.

Auch die nächsten Tage vergingen wie im Flug und viele spannende Aufgaben kamen auf mich zu. So habe ich beispielsweise mein erstes Video geschnitten. Hierfür eignete sich das kurze Video von Blume als super Übungsmaterial. Später durfte ich es sogar auf der Facebook-Seite des Tierheims veröffentlichen. Schaut mal rein.

Die Pflege der Facebook-Seiten gehört nämlich auch zu meinem Aufgabengebiet. Weiterhin druckte ich zahlreiche Fotos für das bevorstehende SWE Journal aus (wegen der Krise kommt es einen Monat später, also nicht im Juni, sondern im Juli), welche Anke und Henry (unser Chef) in einem Meeting mit den Layoutern besprachen. Nicht zuletzt verbrachte ich einige Stunden damit, meine ersten Eindrücke abzutippen, um sie hier mit euch zu teilen.

Wie ihr seht, habe ich in den ersten Tagen schon eine Menge erlebt und viel Neues gelernt. Wie mein Praktikum in der Unternehmenskommunikation trotz der außergewöhnlichen Situation weiterhin verläuft und was ich für spannende Aufgaben übernehmen darf, erfahrt ihr in der nächsten Zeit.

Text: Fabienne König
Fotos: Ivo Dierbach