Erstmals fördern die Stadtwerke Erfurt gärtnerische Projekte rund ums junge Gemüse, und zwar direkt vor Ort: in den Erfurter Schulen. 10 Projekte werden in drei Kategorien mit jeweils 500 Euro unterstützt: von Kneippbeet bis Gewächshaus, Insektenhotel bis Vitaminhecke.

„Viele kennen Gurke & Co nur aus dem Supermarkt. Hier setzen wir an und sensibilisieren für den Umgang mit Natur und Umwelt“, sagt Annett Glase, Referentin Schulkommunikation der Stadtwerke Erfurt, und erklärt:

Im Schulgarten lernen Kinder, wie man Beete umgräbt, sät, pflegt und erntet. Oft aber fehlt es an wichtigen Hilfsmitteln, oder es gibt lang gehegte Träume von nachhaltigen Projektideen. Hier kommen die Stadtwerke Erfurt ins Spiel, und zwar mit dem Schulgartenprojekt „Junges Gemüse“. Erfurter Grundschulen konnten sich dafür mit eigenen Projektideen rund ums selber Gärtnern bewerben.

10 Projekte werden in drei Kategorien mit jeweils 500 Euro unterstützt. Die Kategorie „Starthilfe“ dient dem erfolgreichen Start. Hier gibt es Unterstützung für notwendige Arbeitsgeräte, Saatgut oder andere Materialien. In der  Rubrik „Junges Gemüse“ waren kreative Vorzeigeprojekte gesucht, egal ob mobile Hochbeete, Insektenhotels oder Weidenhäuser.

Da aber neben dem Anbau in einem Schulgarten auch die Produkte verarbeitet und verzehrt werden, gibt es als dritte Kategorie „Gesunde Ernährung“. Dabei geht es um die Unterstützung der Verarbeitung der Ernte.

Jetzt stehen die Gewinner fest. Per Losverfahren wurden sie ermittelt.

Gewinnerpräsentation Schulgarten
Die Gewinner: 10 Schulen wurden mit jeweils 500 Euro gefördert, um nachhaltige Schulgartenprojekte zu starten.

STARTHILFE

Moritzschule

Die Moritzschule will aus ihrem alten Kneipp-Beet ein BUGA-Beet machen. Die Kinder planen eine Einfassung aus BUGA-Steinblüten rund um das Beet, das sie mit vielen Kräutern bepflanzen wollen. Außerdem sind drei neue Steinbänke sowie eine bunte Graffitiwand mit selbst gemalten Bildern zum Thema „Gesund leben nach Sebastian Kneipp“ geplant.

Grundschule 34

 Der Grundschule am Weißdornweg fehlt es an grundlegenden Materialien für den Schulgartenunterricht. Benötigt werden Schneidemesser, Gartenscheren und Laubsäcke, um mit Schwung in die neue Gartensaison zu starten.

Gemeinschaftsschule Otto-Lilienthal

 Die Schule plant einen naturnahen Lernort, an dem die Kinder die Natur spielerisch und ganzheitlich entdecken können. Im neu angelegten Schulgarten fehlt es an Arbeitsgeräten.

Puschkinschule Erfurt

Mit der Anschaffung eines Gewächshauses oder von Frühbeeten würde für die Puschkinschule ein großer Traum in Erfüllung gehen, um in hochwertige Demeter-Sämereien zu investieren, die Pflanzen zu pflegen und später zu ernten.

 JUNGES GEMÜSE

 Johannesschule (GS1)

 Die Johannesschule plant Themenbeete, ein grünes Klassenzimmer, sowie eine Nasch- und Vitaminhecke für die Kinder. Auch eine Trockensteinmauer als Insektenunterkunft ist denkbar.

Europaschule Jacob und Wilhelm Grimm

In der Europaschule ist der Insektenschutz ein sehr wichtiges Thema. Hier soll ein schmetterlingsfreundlicher Schulgarten angelegt werden, um dem Schmetterlingssterben entgegenzuwirken.

Humboldt-Grundschule (GS9)

Eine nachhaltig ausgelegte Kräuterspirale plant die Humboldt-Grundschule. Die selbst angebauten Kräuter sollen anschließend in der Schülerküche weiterverarbeitet werden. Ihr Motto: „„Nur das Beste in der Schale – Wir bauen eine Kräuterspirale!“.

GESUNDE ERNÄHRUNG

Grundschule Alach

 Obst und Gemüse werden von der Grundschule Alach bereits erfolgreich angebaut. Nun sollen die Schüler lernen, die Ernte selbst zu verarbeiten und leckere gesunde Gerichte zu zaubern.

Freie Waldorfschule Erfurt

Die Kinder der Waldorfschule verarbeiten bereits eigene Walnüsse. Jetzt möchten sie eine Walnussölpresse anschaffen, um das vitaminreiche Öl selbst pressen zu können.

 Christian Reichart Grundschule

An das Thema der gesunden Ernährung möchte auch die Christian-Reichart ihre Schüler heranführen. Eigene angebaute Produkte sollen gemeinsam verarbeitet und zubereitet werden, um die Kinder nicht nur für Obst, sondern auch für das nicht so geliebte Gemüse zu begeistern.

Fotos: Karina Heßland-Wissel