Dass die Stadtwerke Erfurt viele Azubis haben, ist kein Geheimnis. Dass es in der Magdeburger Allee, am Urbicher Kreuz, im Wasserwerk Möbisburg und in der Apoldaer Straße auch Azubiblogger gibt, schon. Für die Kampagne „Same here“ der IHK Erfurt haben sie einen coolen Film gedreht. Was da alles an Arbeit drinsteckt, was schief ging und was besonders lustig war, lest ihr hier.

Das Schwierigste war, das Drehbuch zu kürzen. Johannes Rabe hatte einen Riesenwälzer vorgelegt, ganz klassisch mit Szenen und Regieanweisungen. Wir waren alle sehr beeindruckt, trotzdem mussten wir den Rotstift ansetzen, sonst wäre es am Ende vielleicht doch noch ein Spielfilm geworden.

„Kürze bitte, bis morgen“, lautete der Auftrag der anderen Azubiblogger. „Das war ein Ding der Unmöglichkeit“, erinnert sich Johannes. Immerhin hatte er den Plot geschrieben, und ihm blutete das Herz bei jeder Kürzung.

Aber am Ende war auch das geschafft. „Maria und Vanessa haben mir sehr geholfen“, sagt er. Kaum war das Drehbuch gekürzt, ging es ans Drehen. Einen ganzen Tag lang waren wir in der Magdeburger Allee und am Urbicher Kreuz unterwegs. Denn es ging ja darum, zu zeigen, was Johannes alles im Laufe seiner Ausbildung zum Industriekaufmann erlebt.

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Unsere Azubiblogger: Jonathan, Maria, Nadine, Levin, Maya, Vanessa und Johannes.

Die erste große Hürde war: „Wo ist die Tonstange?“ Eigentlich wollten wir sie uns bei der Unternehmenskommunikation ausleihen, aber irgendwie war sie weg… Am Ende lag sie noch im Auto. Glück gehabt! Und schon ging es los – mit der ersten Verzögerung von 30 Minuten. Also ganz klassisch wie beim Film 😉

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Filmszene mit Hannes und Johannes  vor dem Kundenzentrum der Stadtwerke in der Magdeburger Allee.

Damit hatten wir alle Materialien für den Ton zusammen und drehten fleißig die Einstiegsszene, die gleich beim ersten Mal super klappte, aber blöderweise hatten wir vergessen, den Ton anzuschalten. So ein Mist!

Also alles noch mal auf Anfang und mit einer Stunde Zeitverschiebung… Was auch irgendwie blöd war, denn wir wollten die Szene schon um 8 Uhr abgedreht haben, bevor viele Leute ins Kundenzentrum gehen. Am Ende liefen sie uns durchs Bild, da wir natürlich viel später dran waren. Und die Ansagen an der Straßenbahnhaltestelle waren auch nicht gerade hilfreich. „Aber irgendwann hatten wir die Szene endlich im Kasten“, sagt Maya. Sie lernt Kauffrau für Büromanagement im 1. Lehrjahr.

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Maya als Tonassistentin mit Hannes und Johannes. (Die beiden heißen wirklich so 😉 )

Für einiges an Aufregung sorgten wir auch auf dem Flur der Personalabteilung, da hier eine Szene spielte und die Leute sich teilweise nicht aus den Büros trauten. Dort hatten wir auch unseren ersten richtigen Lachanfall. „Ich sage nur hyperventilieren und eine Papiertüte…“, meint Johannes.

Cool war, dass die Szene, die schon witzig war, auch unserem Ausbildungschef Udo Bauer gut gefallen  hat. „Wir hatten schon Angst, er würde sie uns streichen“, sagt Johannes. „Krass war auch, dass wir für die Szene, die wir übrigens gefühlt 100 Mal gedreht haben, rückwärts laufen mussten und ich meine Tonfrau öfter mal an einer Säule verloren habe, Rückwärtslaufen ist wohl nicht so die Stärke von Anke“, meint Hannes, der die Kamera übernahm, augenzwinkernd und kassiert dafür von ihr gleich einen nicht ganz ernst gemeinten Rempler.

„Blöderweise hatte das nicht nur Folgen für den Ton, sondern auch für die Szene, denn plötzlich war das Mikro im Bild und wir mussten alles noch mal drehen“, sagt Johannes, der auch die Hauptrolle hatte. „Irgendwann hat sich meine Zunge verknotet und ich konnte  nicht mehr sprechen“, sagt er.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter zur EVAG. Mit dem Elektrosmart fuhren wir ans Urbicher Kreuz. Das kleine Auto war mit vier Crewmitgliedern maximal ausgelastet. Dort drehten wir im Straßenbahnlager. „Das war echt cool, weil ich meine Ausbilder wieder treffen konnte, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte“, erzählt Johannes.

„Das Projekt war schon toll und hat uns alle zusammengeschweißt. Es war super, dass so viele mitmachen wollten. Schade, dass ich nächstes Jahr bei den Azubibloggern nicht mehr dabei sein kann, denn ich hab bald Prüfungen. Wenn ich dann Industriekauffrau bin, arbeite ich bei den Stadtwerken als Sachbearbeiterin“, sagt Maria mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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P. S. Über einige von uns gibt es schon andere Blogbeiträge, z. B. über Maria, die über ihr Hobby geschrieben hat, und Levin. Schaut doch mal. Nadine ist gerade bei uns in der Unternehmenskommunikation und hat fürs Tierheim gebloggt.