„Die Kattas sind ja toll. Das war das Beste“, Lucy ist ganz begeistert. Sie ist heute mit ihrer Mama hier, einer von 120 Kunden der SWE Energie GmbH, die Glück hatten. Im Rahmen der Heimvorteilsaktion des Energieversorgers konnten sie einen ganz besonderen Blick hinter die Kulissen des Zooparks Erfurt werfen.

Fach- und Erlebnisführungen wechselten einander ab. Jeweils 25 Kunden der SWE Energie konnten dabei sein und mehr über Nashörner, Giraffen, Kängurus, Berberaffen und Trampeltiere zu erfahren. Durch die Afrika-Savanne ging es mit der Zoodirektorin persönlich. Dr. Dr. Sabine Merz ließ es sich nicht nehmen, die großen und kleinen Besucher mit der Lebenswelt der Tiere in der Afrikasavanne vertraut zu machen.

Führung im Thüringer Zoo
Zoodirektorin Dr. Dr. Sabine Merz führte persönlich durch die Afrika-Savanne.

Manchmal waren die Fragen von Dr. Merz ganz schön knifflig. Zum Glück für die Erwachsenen wurden nur die Kinder befragt. Denn wer hätte schon gewusst, dass die süßen kleinen Erdmännchen keine Nager, sondern Raubtiere sind. Spätestens bei der Fütterung aber wird das klar. Dann sieht man die spitzen Zähnchen, die sich gern auch mal in Fingern vergraben. Deshalb hat das Außengelände der Erdmännchen auch eine Plexiglaswand. Doch Vorsicht! So niedlich wie sie aussehen, sind sie nicht. Streicheln ist gefährlich.

Führung im Thüringer Zoo
Tierpflegerin Sabine Fuß kennt sich nicht nur bestens mit Erdmännchen und Klippschiefern aus, sondern auch mit Löwen und Hyänen.

Sabine Fuß, Chefin der Afrika-Savanna und „Chefhyäne, Cheflöwin und Cheferdmännchen“, wie sie die Zoodirektorin vorstellt, hat das Obst und Fleisch für die Erdmännchen ganz klein geschnitten. Das Fleisch ist zuerst weg. Das Obst interessiert erst mal nicht so sehr. Die Königin und ihr Gemahl – sie haben immer den Vortritt – knabbern noch ein bisschen. Plötzlich ruft eine Hyäne. Es ist ein ungewöhnlicher Klang und alles wird still, auch die Besucher lauschen. Das ist den Erdmännchen jedoch relativ egal. Schließlich verschwinden Königin und Gemahl, genau wie ihre neun Söhne und zwei Töchter in den Erdlöchern und machen sich auf den Weg nach draußen.

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Und schon geht es weiter zu den Flamingos. Die haben gerade Junge. Ganz grau sind sie. „Bis sie so schön rosa wie ihre Eltern sind, wird es wohl noch ein paar Jahre dauern“, sagt. Dr. Merz. Denn die Farbe kommt vom Futter, konkret von den kleinen Krebsen. Die enthalten viele Carotinoide, die sich im Laufe der Zeit im Gefieder ablagern.

Führung im Thüringer Zoo
Bis die Flamingobabys so schön rosa sind wie ihre Eltern, dauert es Jahre.

Mit ihren stark gebogenen Schnäbeln seihen die Flamingos sie vom Wasser ab, nachdem sie die Krebse vorher aus dem Schlamm und  locker getreten haben. Das sieht so aus, als würden sie tanzen – sehr anmutig. Und dabei geht es doch nur ums Fressen. Weiter hinten sind mehrere Nester. Aus Schlamm bauen die Flamingos kleine Hügel. Dort hinein wird das Ei gelegt und ausgebrütet. So ist die Brut auch dann geschützt, wenn es mal stärker regnet.

Führung im Thüringer Zoo
Die Hügel bauen sich die Flamingos selbst. Darauf legen sie ihre Eier ab.

Für Überraschung sorgt ein junges Männchen. Es flaniert direkt vor den Besuchern auf und ab. Wie es scheint, ist es auf der Suche nach einer Partnerin, mit der er sein Leben lang zusammenbleibt. Besonders drei Mädchen haben es ihm angetan. Die eine trägt eine rosa Jacke, die nächste hat rosa Punkte, die andere hat eine rosa Mütze auf. Etwas unschlüssig spaziert er vor den dreien auf und ab. Sie sind zwar schön rosa, aber Flamingos sind sie nicht, befindet er schließlich und zieht von dannen.

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Und schon geht es weiter zur Afrikasavanne zu den Rappenantilopen und Impalas. Auch der Strauß hat hier sein Domizil. Heute allerdings ist er getarnt. Neben einer großen Baumwurzel haben es sich zwei der riesigen Vögel gemütlich gemacht. „Würden sie jetzt noch ihren Hals ablegen, würde man sie auf den ersten Blick für Steine halten. Die perfekte Tarnung“, sagt Dr. Sabine Merz.

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Eine Supertarnung in der Savanne haben auch die Zebras. Die Frage, ob die Zebras nun schwarze Streifen auf weißem Grund oder umgekehrt haben, konnte auch dieses Mal nicht geklärt werden. Dafür aber gab es viele andere Informationen. Nicht nur, dass jedes Zebra quasi seinen eigenen Barcode hat – denn jedes Zebramuster ist einmalig. Die Streifen haben auch einen wärmeregulierenden Effekt. Die schwarzen Streifen sind bis zu 10 Grad Celsius wärmer als die weißen. Dadurch kommt es zu einer Mikroverwirbelung, verbunden mit einer Kühlung. Aber auch andere Theorien kursieren: So soll das Zebramuster die Tsetsefliege vom Stechen abhalten.

Führung im Thüringer Zoo
Vorsichtig nähert sich ein Katta.
Führung im Thüringer Zoo
Schnell fassen sie Zutrauen zu den Kindern.
Führung im Thüringer Zoo
Bei leckeren Batatestückchen kann man einfach nicht nein sagen.

Highlight der Führung aber war ohne Frage die Fütterung der Kattas. Die Lemuren stammen ursprünglich aus dem Süden Madagaskars. Hier durften die Kinder nicht nur zuschauen, sondern unter Aufsicht der Zoodirektorin und einer Pflegerin mit ins Gehege. Flink rissen die Tiere den Kindern die leckeren Batatenstückchen aus den Händen. Manch einer fasste so viel Vertrauen, dass er sich sogar streicheln ließ.

Weitere Einblicke sind bei Geburtstagsführungen für Kinder, aber auch für Firmen möglich. Und wer gar nicht genug bekommen kann, der kann „Tierpfleger für einen Tag“ sein. Tierfreunde ab 18 Jahren können hier einen Tag lang bei der Pflege und Fütterung der Tiere helfen. „Das ist ein ganz besonderes Erlebnis“, weiß Sabine Merz.

Die Zooparkführungen sind aber nicht die einzige Heimvorteilsaktion der SWE Energie GmbH. Die nächste läuft zum Lichterfest im egapark. Unter www.stadtwerke-erfurt.de/heimvorteil erfahren Sie mehr.

P. S. Wunderbare bewegte Bilder in Slow motion von Elefanten, Erdmännchen & Co gibt es im alten Elefantenhaus. Gedreht wurde der Film vom mdr. Sehenswert!

Fotos: Karina Heßland-Wissel