Angefangen hat sie im Bistro in der Roland Matthes Schwimmhalle. Das war 2005. Später wechselte Diana Messerer in den Service, arbeitete an der Kasse in den Schwimmhallen und Freibädern der SWE Bäder GmbH. Irgendwann aber fragte sie sich: „Soll das schon alles gewesen sein?“. Sie sattelte zum Rettungsschwimmer um, aber das reichte ihr nicht. Inzwischen ist sie Schwimmmeisterin.

Sportlich war die gelernte Bürokauffrau schon immer. Zwar trainierte sie eher an Land als im Wasser. Aber warum sollte das nicht klappen? So war die Prüfung zum Rettungsschwimmer kein Problem für sie, egal, ob es um das Zeit- oder Kleiderschwimmen, das Tauchen oder die Wiederbelebung ging. Im vergangenen Jahr hat sie die Schwimmmeister bei der Badaufsicht unterstützt.

Auch die theoretischen Kenntnisse rund um die Gefahren in und am Wasser hat sie sich angeeignet, ebenso wie das Wissen um Hilfsmaßnahmen bei Bade, Boots- und anderen Unfällen.

Wo sie am liebsten Dienst tut? Im Strandbad Stotternheim, sagt die 37-jährige Mutter eines achtjährigen Sohnes, ohne lange zu überlegen.

„Diese Ruhe, das ist genial. Der See ist so schön. Die Sonnenuntergänge sind legendär. Natur pur, ganz anders als im typischen Freibad“, sagt sie und erzählt aus ihrem Arbeitsbereich. „Unsere Hauptaufgabe in allen Bädern ist die Wasseraufsicht. An Rutschen, Sprungturm oder Sprudelkanal ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Denn, wo sich viele Badegäste im Wasser tummeln, steht die Sicherheit besonders im Fokus“, erklärt sie.

Rettungsschwimmer und Schwimmmeister sind oft auch erster Ansprechpartner für den Sanitäts- und Rettungsdienst. Vor allem im Freibad gibt’s öfter mal kleinere Schrammen, weiß sie aus Erfahrung. „Wir helfen bei kleineren Verletzungen, haben  immer Verbandszeug zur Hand“, erzählt sie.

Ordnung und Sauberkeit im Bad gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. „Das ist für uns selbstverständlich, denn die Gäste sollen sich im Bad rund um die Uhr wohlfühlen“, sagt Diana Messerer.

Ende Dezember 2016 hat sie ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe abgeschlossen. „Das Schwierigste waren die sportlichen Anforderungen. Für Schwimmmeister sind die noch einen Zacken schärfer als für Rettungsschwimmer. Teilweise war ich bis zu fünf Mal die Woche im Wasser, um zu trainieren“, sagt sie. Denn die Prüfung hatte es in sich: 100 Meter Zeitschwimmen, 35 Meter Streckentauchen, Kopfsprung aus 3 Metern Höhe, 50 Meter Abschleppen einer hilflosen Person, 300 Meter Kleiderschwimmen. Und dazu noch eine komplexe Rettungsübung.

Da wollte sie keine Risiken eingehen und hat sich enorm reingekniet. Wenn sie nicht trainierte, paukte sie für die Theorie. Was sich am Ende gelohnt hat:  Mit 82,5 von 100 Punkten hat sie ihre theoretischen und praktischen Prüfungen bestanden.

„Das Witzige ist, dass ich immer noch regelmäßig schwimmen gehe, mindestens einmal pro Woche. Ich kann einfach nicht mehr aufhören. Dann schwimme ich schnell mal zwei Kilometer am Stück. Das tut mir richtig gut. Schön, dass die Bäder mir geholfen haben, mir meinen Traum zu erfüllen“, sagt Diana Messerer, die natürlich schon wieder neue Pläne hat. Auch ihre Trainerlizenz für Schwimm- und Aquakurse hat sie schon in der Tasche. „Kurse im Aqua-Cycling geben, das ist meine Welt“, sagt sie.

Foto: Steve Bauerschmidt