Irgendwie haben sie es drauf: die Verkehrsdienstmeister der EVAG. Mit ihrer sympathischen Art ziehen sie die Kinder in ihren Bann. Nicht nur  Kindergartenkinder, die schon dahin schmelzen, wenn sie nur einen Bus sehen und dann noch auf dem Fahrersitz sitzen dürfen. Auch die Größeren sind ganz Ohr, wenn die beiden Herren von ihrer Arbeit berichten und erzählen, wie wichtig es ist, im Straßenverkehr aufzupassen.

Am Heinrich-Hertz-Gymnasium am Roten Berg sind die Kollegen der EVAG gern gesehen. Regelmäßig schauen sie dort zum Schuljahresanfang vorbei. Einer von ihnen ist Wolfgang Pahl. Dort ist es schon Tradition, dass die Fünftklässler sich einen Vormittag ganz dem Thema Verkehrssicherheit widmen.

Verkehrssicherheitstraining
Sicherheit rund um Bus und Straßenbahn stand zum Verkehrssicherheitsprojekt am Heinrich-Hertz-Gymnasium im Fokus.

„Viele unserer Schüler kommen von weiter her, aus den umliegenden Orten oder vom anderen Ende der Stadt. Jeden Tag sind sie mit Bus und Straßenbahn unterwegs, da ist es schon wichtig, dass sie die Gefahren im Straßenverkehr kennen. Wir haben sogar Kinder aus Vieselbach, die haben jeden Tag eine lange Strecke mit Bus, Zug und Straßenbahn vor sich“, sagt auch Dagmar Brauer. Sie ist die Klassenleiterin der 5/01 und lauscht selbst sehr interessiert. Denn ihre Klasse ist sehr wissbegierig. Wie schwer ist ein Bus? Warum wippt er manchmal? Und wie kommt man mit dem Rollstuhl in den Bus? Wie oft muss man ihn volltanken? Fragen über Fragen, die nur zu gern beantwortet werden. Und auch für die Erwachsenen ist es spannend.

Verkehrssicherheitstraining
Wolfgang Pahl hat auf jede Frage eine Antwort. Und da gibt es einige, wenn wissbegierige Schüler unterwegs sind.

So ganz nebenbei erfährt man, dass ein Bus ca. 9 Tonnen wiegt, ein Gelenkbus sogar noch mehr. Das Tanken zum Beispiel übernehmen die Rangierfahrer. Denn die Fahrer haben dafür keine Zeit. Wenn sie früh ihre Papiere bekommen, haben sie eine Viertelstunde Zeit für einen Rundum-Checkup. Danach müssen sie schon vom Hof. Bis zu 8 Fahrer fahren einen Bus über den Tag verteilt. Da sollte der Tank früh schon voll sein, erklären die Kollegen und lenken die Kinder so ganz nebenbei wieder zum Thema Verkehrssicherheit.

Verkehrssicherheitstraining
Das trifft es ziemlich genau.

Sie erklären ihnen, was der tote Winkel bedeutet, warum man an der Haltestelle nicht rangeln soll und warum es so wichtig ist, sich in Bus und Straßenbahn festzuhalten. Denn leider kommt es immer mal wieder zu Gefahrenbremsungen, dann, wenn Fußgänger nicht aufpassen oder jemand die Vorfahrt schneidet. Wolfgang Pahl fragt, warum es so gefährlich ist, mit Kopfhörern im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Und siehe da. Die Kinder wissen es. „Weil man beim Musikhören nicht auf den Verkehr achtet“.

Verkehrssicherheitstraining
Sicherheit rund um Bus und Straßenbahn stand zum Verkehrssicherheitsprojekt am Heinrich-Hertz-Gymnasium im Fokus.

Der 59-Jährige arbeitet schon lange bei der EVAG und hat viel zu erzählen. Wenn er nicht in Sachen Verkehrssicherheit an Schulen und Kindergärten unterwegs ist, dann kümmert er sich um die Fahrer, informiert zu Baustellen oder nimmt sich technischer Probleme an.

Interesse am Thema Verkehrssicherheit?

Fragen beantwortet gern Annett Glase, Referentin Schulkommunikation, bei der Stadtwerke Erfurt Gruppe. Sie ist per Telefon unter 0361 564-1031 zu erreichen. Terminabstimmungen sind aber auch unter marketing@evag-erfurt.de möglich.

 

Fotos: Steve Bauerschmidt